Lepra

In vielen Entwicklungsländern, so auch im Senegal, ist die Krankheit noch nach wie vor ein großes Problem. Lepra (auch Aussatz genannt) ist eine chronische Infektionskrankheit, die durch Mykobakterien (Mycobacterium leprae) ausgelöst wird. Sie kann heute mit verschiedenen Antibiotika behandelt werden. Diese Mittel sind sehr teuer und daher für die meisten Menschen in Darou Salam nicht leistbar.

Übertragung

Für die Übertragung bzw. die Infektion mit dem Erreger bedarf es eines langfristigen engen Kontakts mit einem Infizierten. Die Übertragung geschieht durch Tröpfcheninfektion. Da Lepra nur schwach ansteckend ist, liegt die Ursache der Neuerkrankungen oft auch in mangelnder Hygiene, Unterernährung und somit einem geschwächten Immunsystem.

Die Inkubationszeit ist ungewöhnlich lang und hängt auch vom Zustand des Immunsystems ab. Sie dauert mindestens einige Monate, im Schnitt etwa fünf Jahre, sie kann aber auch 20 Jahre dauern.

Symptomatik

Bei dieser Krankheit sterben die Nerven ab und die Gefäße der Arterien und Venen verstopfen durch eine Verdickung des Blutes. Die Betroffenen verlieren meist das Gefühl für Kälte, Wärme und auch Schmerz. Ohne Behandlung verletzen sich die Patienten oft unbemerkt und infizieren sich über die Wunden an lebensgefährlichen Krankheiten wie z. B. Tetanus. Daher stammt auch die Vorstellung, Lepra würde zum Abfallen von Fingern, Zehen, Händen oder Ohren führen. Da die Erkrankten keine Schmerzen spüren, werden Wunden oft unbehandelt gelassen, und durch Entzündungen können diese Körperbereiche absterben.